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Die Energiequellen der Zukunft - sauber, klimaschonend und
unerschöpflich
Wer im Glashaus sitzt
Energie ist kostbar - wir brauchen sie zum Heizen,
Auto fahren, Licht
einschalten, Leben. Bislang wurde der Bedarf
vorwiegend durch Kohle, Erdöl und Erdgas gedeckt. Doch der Vorrat
fossiler Energieträger ist begrenzt. Zudem wird beim Verheizen
Kohlendioxid (CO2) frei - ein Gas, das für die Hälfte des
menschgemachten Treibhauseffektes verantwortlich gemacht wird. Noch nie
war die CO2-Konzentration so hoch wie heute. Hauptverursacher sind die
Industrienationen: 20 Prozent der Menschheit produzieren 80 Prozent der
weltweiten CO2-Emissionen.
Die Folgen des Klimawandels
Obwohl sich das Klima aufgrund von natürlichen Einflüssen immer
verändert hat, warnen Wissenschaftler heute davor, dass der Ausstoß von
Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen durch Industrie, Verkehr und
Landwirtschaft unwiderrufliche Änderungen des Klimas bewirken kann.
Neueste Studien sprechen von einem möglichen Anstieg der Meeresspiegel,
der Zunahme von Niederschlägen in den einen und der Austrocknung in
anderen Regionen und der Verschiebung von Klimazonen. Diese Folgen der
globalen Erwärmung könnten dramatische Veränderungen für Mensch und
Natur mit sich bringen. In einem bislang geheim gehaltenen
Bericht
hat das vor kurzem auch das Pentagon anerkannt.
"Klimaerwärmung ist ein weit ernsteres Problem für
uns als Terrorismus"
(Sir David King, wissenschaftlicher Chefberater der britischen
Regierung)
Zeit für die Wende
Die Saubere und klimaschonende Alternative:
Erneuerbare Energien (Bundesumweltministerium,
November 2003, pdf-Datei
zum Download, 864 KB). Sonne, Wind,
Wasser, Biomasse und Erdwärme stehen uns praktisch
unbegrenzt zur
Verfügung. Für den Klimaschutz, den Schutz natürlicher Ressourcen und
eine nachhaltige Energieversorgung bergen sie enormes Potenzial. Durch
die Nutzung Erneuerbarer Energien konnten in Deutschland im Jahr 2002
bereits 50 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden
(Bundesumweltministerium, August 2003,
pdf-Datei zum Download, 561 KB). Bis 2010
soll der Anteil Erneuerbarer am Stromverbrauch von 6,25 Prozent im Jahr
2000 auf 12,5 Prozent verdoppelt werden. Langfristiges Klimaschutzziel
der Bundesregierung ist es, bis zum Jahr 2050 mindestens die Hälfte der
Energieversorgung in Deutschland mit erneuerbaren Energien abzudecken.
Pro Quadratmeter fällt in Deutschland pro Jahr soviel Sonnenenergie wie
ein Single-Haushalt an Strom verbraucht. (Greenpeace)
Investition in die Zukunft
Ein Gutachten des wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung
(Wissenschaftlicher Beirat, Globale Umweltveränderung, WGBU) zeigt, dass eine globale
Energiewende bis hin zu einer Energieversorgung der Weltbevölkerung auf
der Basis erneuerbarer Energiequellen dringend notwendig ist, um das
Weltklima zu schützen und die soziale Lage von 2,4 Milliarden Menschen
in den Entwicklungsländern zu verbessern, die bisher keinen Zugang zu
Energie haben. Die Förderung regenerativer Energien ist ein konkreter
Weg zum Klimaschutz und zur Armutsbekämpfung, der sowohl von Industrie-
als auch Entwicklungsländern gegangen werden kann.
Umdenken statt Abwarten
Seit 1979 wird das Problem der Klimaerwärmung im Rahmen der
internationalen Klimapolitik diskutiert. Auf der historischen
UN-Konferenz zum Thema "Umwelt und Entwicklung", die 1992 in Rio de
Janeiro stattfand, wurde die "Klimarahmenkonvention" (United Nations
Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) als völkerrechtliche
Vertragsgrundlage für den
internationalen Klimaschutz verabschiedet.
Seither fanden insgesamt neun Vertragsstaatenkonferenzen statt. Auf
ihrer dritten Konferenz in Japan einigten sich die Vertragsstaaten auf
das "Kyoto-Protokoll", das Kohlendioxid-Reduktionsziele für die
Industrienationen vorsieht. Sobald das Protokoll in Kraft tritt, werden
diese Ziele für die Mitgliedsstaaten bindend sein. Doch zähe
Verhandlungen, der Ausstieg der USA und die Hinhaltetaktik Russlands
verzögern bis heute eine Einigung.
Grund genug, auch ohne verbindliche Vereinbarungen hier und jetzt aktiv
zu werden! In vielen Staaten wird daher schon heute an einer
nachhaltigen Energiewirtschaft gearbeitet - nicht nur von
Regierungsseite: In Europa sind bereits weit über 1000 Städte und
Gemeinden im Klimaschutz aktiv, eine Vielzahl von Verbänden setzt sich
für eine ambitionierte Politik ein, und auch eine Reihe von Unternehmen
engagiert sich bereits im Klimaschutz. Auch in Deutschland leistet der
Aufschwung erneuerbarer Energien nicht nur einen Beitrag zum
Klimaschutz, sondern schafft auch Chancen für Arbeitsmarkt, regionale
Wirtschaftsentwicklung und Export von Technologien.
"When the wind of change blows, some build walls, others build
windmills" (Chinesisches Sprichwort)
Neue Impulse für den Klimaschutz
Vom 1. bis 4. Juni 2004 lädt Deutschland die Regierungen der Welt ein
zur Internationalen Konferenz für Erneuerbare Energien (renewables 2004). In Bonn treffen sich hochrangige
Regierungsvertreter, Wirtschaft, Wissenschaft,
Nicht-Regierungsorganisationen und Verbände, um gemeinsam Strategien und
Maßnahmen für den Schutz des Weltklimas zu erarbeiten. Zentrale Frage
der Konferenz: Wie kann der Anteil regenerativer Energien in Industrie-
und Entwicklungsländern deutlich erhöht werden? Die Konferenz ist eine
hervorragende Gelegenheit, um dem Ausbau erneuerbarer Energien und damit
dem Klimaschutz neue Impulse zu verleihen. Ein weiterer Schritt auf dem
Weg in eine lebenswerte Zukunft!
"Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen
die natürlichen Lebensgrundlagen..." (Grundgesetz,
Artikel 20A)
Weitere Infos:
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