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Sachsen
Im Osten geht die Sonne auf - Freiberg wird Solarzentrum
Freiberg ist auf dem besten Weg, das
wichtigste Zentrum für erneuerbare Energien in
Ostdeutschland zu werden. Einige Firmen der Branche haben
sich in den vergangenen Jahren in der Stadt angesiedelt und
somit vor Ort mehr als 800 Arbeitsplätze geschaffen.
Schon heute verfügt die 44.000-Einwohner-Stadt über einen
bunten Mix aus erneuerbaren Energien und Technologien zur
effizienten Energienutzung. Strom aus Wind, Wasserkraft,
Sonne und Biomasse ist bereits im Netz, mehr als 1500
Quadratmeter Solarkollektoren liefern warmes Wasser, und
11,6 Megawatt Strom werden durch umweltfreundliche
Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Fast jede zweite Wohnung in
Freiberg wird sehr effizient mit Fernwärme beheizt.
"Im Jahr 1997 ging die Entwicklung richtig los", sagt
Steffen Judersleben vom Hochbau- und Liegenschaftsamt der
Stadt Freiberg. Mit der Ansiedlung des
Solarzellenherstellers Deutsche Solar AG, sowie der Firma
Choren, waren wichtige Etappenziele zur "Solarstadt"
erreicht. Die Firma Choren ist führend in Deutschland bei
der Gewinnung von so genanntem Designerkraftstoff aus
Biomasse. 12.000 Tonnen Biokraftstoff erzeugt die Anlage
bereits pro Jahr, mittelfristig sollen es 200.000 Tonnen
werden.
Auch Unternehmen wie die Soli-fER Solardach GmbH, die in
großem Stil solarthermische Anlagen projektiert und
montiert, prägen das Bild der Stadt. Das Unternehmen hat
bereits mehr als 16.500 Quadratmeter Kollektorfläche
aufgebaut, und wurde für sein Engagement mit dem
europäischen Solarpreis ausgezeichnet.
Förderlich für die Firmenansiedlungen sei auch das große
wissenschaftliche Know How der TU Bergakademie Freiberg im
Bereich erneuerbarer Energien gewesen: "In Freiberg suchen
Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunalverwaltung gemeinsam
nach zukunftsfähigen Lösungen, die sie auch umsetzen
wollen", sagt Judersleben.
Aber auch eine sehr aktive Bürgerschaft bringt in der Stadt
die erneuerbaren Energien voran: Seit 11 Jahren arbeitet der
"Energiestammtisch" an der Energiewende, innerhalb der
lokalen Agenda21 gibt es einen Arbeitskreis Energie, und der
Verein "Drei-Brüder-Schacht" will ein unterirdisches
Wasserkraftwerk in einem Bergbauschacht wieder in Betrieb
nehmen. Bis in die sechziger Jahre nutzte das
Kavernenkraftwerk die Energie des Wassers, das aus eine Höhe
von 272 Metern in die Tiefe stürzt. Das umweltfreundliche
Kraftwerk soll nun reaktiviert werden und mit einer Leistung
von zwei Megawatt dazu beitragen, dass Freiberg sein Ziel
einer CO2-Reduktion von 50 Prozent bis 2020 erreicht.
Die dachmontierte Fotovoltaikanlage, die aktuell in Freiberg
errichtet wird, ist mit 250 Kilowatt die größte Sachsens.
Für eine 1,2 Megawatt Freianlage in einem genehmigten
Gewerbegebiet wurde im März 2004 der Bauantrag gestellt. Es
bewegt sich was in Freiberg.
Kontakt:
Stadtverwaltung Freiberg
Hochbau- und Liegenschaftsamt
Sachgebiet Gebäudemanagement / Agenda21
Obermarkt 24
09599 Freiberg
Tel. 03731/273436
Fax 03731/27373436
sea_agenda21@freiberg.de
Weitere Informationen:
Freiberger Agenda21
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