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Die AktionDie Energieprojekte der Bundesländer

Hessen
Heiße Luft fürs Hallenbad


Warmes Wasser von der Sonne ist in den Freibädern in Deutschland fast schon Standard. Solar erwärmte Raumluft im Hallenbad jedoch ist neu: Das Hallenbad Wiesbaden-Kostheim hat diesen Schritt gewagt - und spart seither jährlich zwischen 14.000 und 20.000 Euro an Heizkosten.

Die Planungen für das Projekt gehen bis 1997 zurück. Die Wiesbadener Stadtverwaltung hatte seinerzeit gerade das Thema Energiemanagement in städtischen Bauten aufgegriffen. Da lag es auf der Hand, auch die Energiekonzepte der Schwimmbäder zu prüfen und fortzuentwickeln. Mit Absorbern in Freibädern hatte man längst Routine, da war die Versorgung eines Hallenbades eine neue Herausforderung. Denn dort ist der Wärmebedarf zur Raumheizung größer als der Bedarf für die Wassererwärmung.

Nachdem Herstellerfirmen bereits an die Stadt Wiesbaden herangetreten waren, war offensichtlich geworden, dass es eine entsprechende Technik bereits gab. Das Hallenbad in Kostheim, 1976 erbaut, eignete sich nun im Rahmen einer anstehenden Sanierung gut für den Einbau neuer energietechnischer Anlagen.

Und so ging im Jahr 2000 die Solarluftkollektor-Anlage in Kostheim in Betrieb. Während übliche Sonnenkollektoren Wasser aufheizen, zirkuliert in den hier eingesetzten Kollektoren Luft. So wird auf einer Dachfläche von 420 Quadratmetern die Sonnenwärme eingefangen und anschließend als Warmluft in die Badehalle geblasen, in der sich Schwimmbecken mit 570 Quadratmeter Wasserfläche befinden. Ein Teil der eingefangenen Sonnenenergie, die für die Raumheizung nicht komplett benötigt wird, wird zudem über Wärmetauscher an das Duschwasser abgegeben. "Wir wollten mit diesem Pilotprojekt einmal zeigen, was heute geht", sagt Horst Rößler vom Hochbauamt der Stadt.

Und das ist offenkundig eine ganze Menge. Die Anlage läuft seither "ohne größere Probleme", wie Rößler sagt. So entsprechen die erzielten Einsparungen ziemlich genau den Prognosen: "Wir hatten mit 44.000 Kubikmeter Gaseinsparung gerechnet", sagt Rößler, "zwischen 40.000 und 55.000 Kubikmeter lagen die Mengen in den ersten Jahren." Und je stärker künftig die Gaspreise steigen, umso höher werden die finanziellen Einsparungen.
Die CO2-Einsparung beträgt jährlich zwischen 81 und 112 t CO2


Kontakt:
Landeshauptstadt Wiesbaden
Hochbauamt
Vetrags- und Energiemanagement (640410)
Gustav-Stresemann-Ring 15
65189 Wiesbaden
Tel. 0611/316465
Fax 0611/314974
horst.roessler@wiesbaden.de
 

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