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Hamburg
Sonne erleben im Solargarten Karlshöhe
Es ist eine Sonnenbank der besonderen Art: zum Teil ist sie
schwarz, zum Teil weiß - und das macht gerade ihren Reiz
aus. Wer in diesem Garten spazieren geht, kann erfahren, wie
sich unterschiedliche Materialien durch die Sonne
verschieden stark erwärmen: dunkle Flächen sind wärmer als
helle, Stein wärmer als Sand.
Die Sonnenbank ist Bestandteil des Solargartens Karlshöhe in
Hamburg. Auf einer Fläche von 750 Quadratmetern können hier
Kinder im Vorschulalter ebenso wie Jugendliche und
Erwachsene das Thema Solarenergie hautnah erfahren. Ein
Springbrunnen, der von der Sonne mit Energie versorgt wird,
gehört ebenso zum ganzheitlichen Sonnenerlebnis, wie eine
begehbare Sonnenuhr, die allein mit dem menschlichen
Körperschatten funktioniert. Ein warmer Wasserfall, ein
riesiger Solar-Fön und eine Luftmessstation laden zum
experimentieren ein.
Seit dem Sommer 2000 steht der Hamburger Solargarten den
Menschen zur Verfügung. Er befindet sich im Stadtteil
Bramfeld, auf dem Gelände des Hamburger Umweltzentrums. Die
Idee für den Solargarten hatte damals die Hamburger
Umweltbehörde, zusammen mit der örtlichen
Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU).
Schulklassen wurden direkt bei der Gestaltung der Exponate
mit eingebunden, Firmen stellten Materialen zur Verfügung,
die Umweltbehörde entwickelte das pädagogische Konzept dazu.
Auch Familien nutzen zwischen April und September das Areal
zur Naherholung am Wochenende.
Das Gelände bot sich an, weil in unmittelbarer Nähe schon
einige Jahre früher die Solarsiedlung Karlshöhe errichtet
worden war. In einem unterirdischen Wärmespeicher wird hier
die Energie sonniger Tage für trübe Stunden festgehalten:
120 Häuser werden seit 1997 über ein Nahwärmenetz beheizt,
dessen Energie zu 40 bis 50 Prozent von Sonnenkollektoren
bereitgestellt wird. Nur wenn die Sonne nicht ausreicht, um
das Wasser auf die notwendige Temperatur zu bringen, hilft
ein effizientes Gas-Blockheizkraftwerk nach. Einige Häuser
der Solarsiedlung haben als "Ökosiedlung Braamwisch" sogar
noch mehr zu bieten: sie sind Niedrigenergiehäuser, verfügen
zum Teil über Komposttoiletten, nutzen Regenwasser, und
liegen in einem autofreien Bereich. In der Solarsiedlung
können nicht nur Kinder erfahren, wie man beim Bauen und
Wohnen die Sonne nutzt, den Wärmeverlust verringert und mit
Wasser schonend umgeht.
Kontakt:
ANU, Landesverband Hamburg
c/o Hamburger Umweltzentrum Karlshöhe
Karlshöhe 60d
22175 Hamburg
Tel. 040/6003860
geschaeftsstelle@anu-hamburg.de
www.anu-hamburg.de
Weitere Informationen:
www.anu-hamburg.de/angebote/sonnengarten.htm
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