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Bremen
Frischer Wind für 17000 Haushalte
Der Standort ist ideal für die Windkraft:
Die Windverhältnisse sind gut, die nächste Wohnbebauung
liegt mehr als 1000 Meter entfernt, und das Gelände war
bislang eine Industriebrache, mitunter von Pferden beweidet.
"Der Standort tut niemandem weh", sagt Iris Klauck von der
swb Enordia, "deswegen stießen wir mit dem Projekt von
Anfang an auf gute Akzeptanz."
Auch mit dem Grundstück gab es keine Probleme: Das Gelände
gehört der Stadt, da kam den städtischen
Wirtschaftsförderern die Perspektive ganz gelegen, auf dem
Areal künftig Pachteinnahmen zu erzielen. Und so ging vor
anderthalb Jahren in Bremen der Windpark Weserwind ans Netz.
Damit hat der Stadtstaat erneut seinen guten Namen als
Standort der Windkraftbranche bestätigt. An sieben
Standorten laufen inzwischen 22 Windkraftanlagen, die
jährlich 45 Millionen Kilowattstunden Strom liefern - genug
für 17.000 Durchschnittshaushalte.
Investoren bei der Errichtung des Windparks Weserwind waren
die swb Enordia, die WPD AG, sowie die proNatur GmbH. Bei
einer Erweiterung des Windparks in den kommenden Jahren
sollen andere Investoren zum Zuge kommen. Erklärtes Ziel der
Bremer Landesregierung ist es, in den Jahren bis 2007 die
Windkraft erheblich auszubauen - weitere 80 Millionen
Kilowattstunden an jährlichem Ertrag sollen bis zum Ende der
laufenden Legislaturperiode hinzukommen.
Doch Bremen produziert nicht nur umweltgerecht Strom an
eigenen Standorten, sondern liefert auch die erforderliche
Technik in alle Teile der Republik und ins Ausland. So sind
in der Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen, einem
Kompetenznetzwerk für Windkraft in der Weserregion, bereits
130 Unternehmen und Institute organisiert.
Dass die Windkraft auch für innovative Unternehmen großes
wirtschaftliches Potenzial bietet, zeigt in Bremen auch die
Firma SSC Group (Stahl-Service-Center-Group). Im Jahr 1999
startete das Unternehmen mit der Fertigung von Türmen für
Windkraftanlagen, und zählt heute zu den führenden
Herstellern. Mehr als hundert Türme verlassen inzwischen pro
Jahr die Werkshallen, Abnehmer sind die großen, namhaften
Hersteller von Windkraftanlagen. Türme bis zu einem
Durchmesser von sechs Metern und einer Blechstärke von 45
Millimetern kann das Unternehmen heute fertigen.
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