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Die Aktion Die Energieprojekte der Bundesländer
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Baden-Württemberg
Turbinen aus der "Zukunftsfabrik"
Was für eine Bilanz: Nur 7.000 Kilowattstunden Strom
musste die Wasserkraft Volk AG in ihrem ersten Jahr im neuen
Firmengebäude von der Energie Baden-Württemberg (EnBW)
beziehen - das ist gerade so viel wie zwei mittlere
Haushalte jährlich verbrauchen. Gleichzeitig lieferten die
beiden Wasserturbinen des Unternehmens einen Überschuss von
fast 1,3 Millionen Kilowattstunden zurück ins Netz. So
bleibt der Wasserkraft Volk AG alljährlich ein
beträchtlicher Ertrag durch den Stromverkauf, weshalb der
Firmenchef bereits frohlockt: Reich könne die EnBW mit
seiner Firma nicht werden.
Der Unternehmer Manfred Volk hatte Ende der siebziger Jahre
- damals noch Physik-Student - begonnen, für seinen Hof in
der Schwarzwaldgemeinde Simonswald ein kleines
Wasserkraftwerk zu bauen. Es sollte ein Signal gegen die
Atomkraft sein. Aus diesem Engagement ging im Jahre 1979 der
Turbinenbauer Wasserkraft Volk hervor, der im Jahre 1985 zur
GmbH und 1997 zur Aktiengesellschaft wurde. Drei Jahre
später bezog das Unternehmen die neuen Firmenräume im
südbadischen Bleibach. Heute beschäftigt die Wasserkraft
Volk AG bereits 50 Mitarbeiter. Bis zu 100 sollen es einmal
werden. "Zukunftsfabrik" nennt Firmenchef Volk die erste
energieautarke Schwermaschinenfabrik Deutschlands
selbstbewusst.
Neben der Wasserkraft wird in dem architektonisch
ambitionierten Bauwerk auch die Sonne genutzt: 30
Quadratmeter Kollektoren sorgen für Warmwasser und warme
Räume. Ferner trägt die Abwärme der Generatoren zur
Raumheizung bei. Eine Holzhackschnitzelfeuerung war anfangs
ebenfalls eingeplant, erwies sich dann aber als verzichtbar.
Denn die ganze Fabrik mit ihren 4200 Quadratmetern
Nutzfläche braucht gerade soviel Heizenergie wie ein
Zweifamilienhaus des Baujahres 1970.
Weil auch viele Anleger auf die Wasserkraft als
umweltfreundliche Energieform setzen, gehört das innovative
Firmengebäude inzwischen fast 1.400 Aktionären. Mit einem
Teil der Einlagen baut Manfred Volk nun ein zweites
Geschäftsfeld auf: Zusätzlich zur Planung und Produktion von
Turbinenanlagen will die Volk AG künftig auch
Wasserkraftwerke an ausgewählten Standorten selbst
betreiben. Projekte in Griechenland und Sri Lanka seien
bereits akquiriert, heißt es.
Die Anleger schätzen diese Investition in handfeste Werte.
Vielen gilt die umweltgerechte Stromerzeugung inzwischen als
recht krisensicher - ganz im Gegensatz zu jenen virtuellen
New-Economy-Ideen, die vor wenigen Jahren an den Weltbörsen
viel Geld verbrannten.
Derart windige Spekulanten wünscht der bodenständige
Firmenchef ohnehin nicht in seinem Aktionärskreis - und so
will er die Volk-Aktie auch nicht an die Börse bringen. "Ich
setze auf Leute, die keine Dollarzeichen in der Brille
haben", sagt er - auf Menschen, die nachhaltiges
Wirtschaften im doppelten Sinne verstehen: als umweltgerecht
und langfristig rentabel. Und dafür seien die Bedingungen
bestens: "Die Preisentwicklung auf dem Ölmarkt zeigt uns,
dass die erneuerbaren Energien eine große Zukunft haben."
Kontakt:
Wasserkraft Volk AG
Am Stollen 13
79261 Gutach
Tel. 07685/9106-0
Fax 07685/9106-10
mail@wkv-ag.com
www.wkv-ag.com
Weitere Informationen: www.wkv-ag.de/deutsch/firma/fp_1_1.html
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