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Die Aktion Indigene Partner begleiten die KlimaStaffel 2004

Erneuerbare Energien im Norden - Steigende Erdölförderung im Süden?

 

Indigene Partner des Klima-Bündnis aus Amazonien begleiten die KlimaStaffel 2004

 

Im Vorfeld der Renewables 2004, der Internationalen Konferenz für erneuerbare Energien vom 1. bis 4. Juni 2004 in Bonn, organisiert das "Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder" die KlimaStaffel 2004, die durch alle Bundesländer verläuft und interessante Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien besucht.

 

Obwohl erneuerbare Energien gerade in Deutschland stark gefördert werden, nehmen weltweit Erdölförderung und -konsum weiter zu. Die wichtigsten Öllieferanten für die USA sind mittlerweile in Lateinamerika. Dies erhöht den Druck auf ärmere Länder, ihre Ressourcen hemmungslos auszubeuten.

 

Vor allem die indigene Bevölkerung in Amazonien ist von den negativen Folgen der Erdölförderung und der damit verbundenen Zerstörung des Regenwaldes betroffen. Ganze Gemeinschaften werden von ihren traditionellen Gebieten vertrieben. Flüsse, Pflanzen und Tiere werden durch das Erdöl kontaminiert. Dadurch nehmen Krebserkrankungen und Fehlgeburten zu, Kinder und ältere Menschen leiden unter Hautausschlägen. Bei der Verteilung der Einnahmen durch den Staat werden die Indigenen meistens nicht berücksichtigt.

 

Um die europäische Öffentlichkeit für diese Problematik zu sensibilisieren, hat das Klima-Bündnis in Verbindung mit der KlimaStaffel 2004 zwei Vertreter indigener Organisationen aus Amazonien eingeladen. Sie besuchen vom 10. bis 31. Mai 2004 Städte und Gemeinden in Deutschland, Österreich und Luxemburg, um über die Bedrohung der indigenen Völker durch die Erdölförderung zu berichten.

 

Edwin Vásquez Campos aus Peru ist Vorsitzender des Klima-Bündnis und Umweltkoordinator des Dachverbandes COICA (Koordination der indigenen Organisationen des Amazonasbeckens). Er berichtet über das größte Infrastrukturprojekt Perus (CAMISEA) und die Auswirkungen auf die indigenen Gemeinschaften im Regenwald. Er gehört dem Volk der Huitoto an, das um 1900 von den Kautschukbaronen versklavt wurde, um Rohgummi im Urwald zu sammeln.

 

Herman Mendoza, ebenfalls Angehöriger des Huitoto-Volkes aus dem kolumbianischen Teil Amazoniens, ist Vertreter der kolumbianischen Indigenenorganisation OPIAC. Er berichtet über die Situation seines Landes, vor allem über den Plan Colombia, mit dem durch Giftsprühungen aus der Luft versucht wird, den Drogenanbau zu bekämpfen. Er wird zudem über die Erdölförderung in der kolumbianischen Putumayo-Region sprechen, wo indigene Gemeinschaften immer wieder in das Kreuzfeuer von Guerilla-Verbänden und kolumbianischem Miliär geraten.

 

Weitere Informationen zum Thema Erdöl in Amazonien finden Sie im Internet unter www.erdoelinamazonien.org

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